| |
Die Schüler der Oberstufe der Internationalen Klasse erlebten Pápa als Praktikanten, Touristen und Austauschschüler. Viele Eindrücke fließen nun in die Arbeit ein.
Höxter (fok). Die Zusammenarbeit zwischen den Internationalen Klassen der Berufskollegs Höxter und der Stadt Pápa in Nordungarn wird seit diesem Sommer weiter intensiviert. Die beiden Klassen der Höheren Handelsschule werden die Stadtverwaltung bei der Ausrichtung der Stadt als Tourismusort intensiv beraten und unterstützen.
Seit drei Jahren besuchen die Schülerinnen und Schüler dieser Klassen im Sommer die Partnerschule Jókai Mór Közgazdasági Szakközépiskola és Leánykollégium, eine ökonomischen Fachmittelschule. Die Schüler absolvieren in Pápa in international aufgestellten Unternehmen ein kurzes Auslandspraktikum und lernen Land und Leute in der ungarischen Provinz kennen. Dabei sehen sie die Stadt Pápa auch aus Touristenaugen.
Und genau dieser Blick wird nun für die Entwicklung Pápas genutzt. „Pápa hat für sich als Tourismusort Gäste aus dem deutschsprachigen Raum als Zielgruppe definiert“, so Projektleiter Frank Oliver Klute, „diese Zielgruppe gilt es genau zu beschreiben, damit Fehlentwicklungen in der Planung vermieden werden können.“ Sowohl in der Projektplanung wie auch in der Recherche zu den Urlaubsvorlieben der Deutschen und in der Übersetzungsarbeit werden die Internationalen Klassen nun die Stadtverwaltung unterstützen.
„Wir nutzen dafür die „Workshop-Doppelstunde“, wie Klute erläuterte, „hier arbeiten die Unter- und die Oberstufe Jahrgangstufen übergreifend zusammen, und nutzen dabei alle Möglichkeiten der Informationstechnologie“. So könne eine beträchtliche Manpower bereitgestellt werden, die auch intensive Recherche- und Planungsarbeiten ermögliche. Gerade bei der Recherche zu den Urlaubsvorlieben sei das Berufskolleg im Vorteil, schließlich falle es Deutschen in Deutschland leichter über Deutsche nachzuforschen als Ungarn vom Ausland aus.
Auch die Zusammenarbeit zwischen den Partnerschulen wird mit dieser Arbeit intensiviert. So ist die Jókai Mór Schule für den Kontakt zwischen der Stadtverwaltung und dem Berufskolleg Höxter zuständig und arbeitet im Bereich der Übersetzungen vor. Auch bei den Präsentationen werden die Schüler der Partnerschule einen wichtigen Part übernehmen. Die Teilergebnisse der Arbeit hier vor Ort werden in Form einer PowerPoint-Präsentation festgehalten, die dann in Pápa ins Ungarische übersetzt und dann stellvertretend für uns auch dann präsentiert werden.
Eine so intensive, weit über das übliche Maß eines Schüleraustauschs reichende Zusammenarbeit bedürfe eines besonderen Verhältnisses zwischen den Schulen, wie Klute betonte. „Wir pflegen eine freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Lehrern, die sich jedes Jahr weiter vertieft“. So habe man dieses Projekt auch gemeinsam entwickelt und freue sich auf die Umsetzung. Dieses Projekt ergänzt die Austauscharbeit mit den jeweiligen Auslandspraktika – so soll in Deutschland und Ungarn dem Vorwurf der Wirtschaft, dass nicht mit genug Praxisbezug unterrichtet werde, begegnet werden.
|