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| Bulgarische Botschafterin besucht Berufskolleg Höxter - Internationales Flair in der Schule | ||
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Der Schulleiter des Berufskollegs Höxter, Matthias Groß, begrüßte die Bulgarische Botschafterin Dr. Meglena Plugschieva und dankte Sven Lange, FDP-Ortsverbandsvorsitzender, für die Organisation des Besuchs. | |
Höxter (fok). „Es gibt eine enge Verbindung zwischen beiden Ländern, allein 15000 Junge Menschen aus Bulgarien studieren in Deutschland, und stellen damit die zweitgrößte Gruppe ausländischer Studenten nach den Chinesen“. Nicht nur mit diesen Zahlen brachte Dr. Meglena Plugschieva, bulgarische Botschafterin in Deutschland ihr Heimatland den Schülerinnen und Schülern des Berufskollegs Höxter näher. Auf Einladung der Kreis-FDP besuchte die Botschafterin den Kreis Höxter und nutze die Möglichkeit am Berufskolleg Jugendlichen von der Wirtschaft, Geschichte und Kultur Bulgariens zu berichten. Immer wieder kam sie dabei auf die engen Verbindungen zwischen Deutschland und dem neuen EU-Mitgliedsland zu sprechen. Ein Schwerpunkt der Darstellungen war die Zeit seit der Wende 1990 bis in die Gegenwart. „Nach 1999 hat Bulgarien eine erfreuliche Entwicklung gezeigt, die Zuwachsraten in der Wirtschaft bewegen sich zwischen 5,7 und 6,1 Prozent und auch die Sozial- und Bildungsbereiche entwickelten sich gut“, so Dr. Plugtschieva. Es gäbe gerade im Bildungsbereich große Investitionen und man lege in Bulgarien besonderen Wert auf die Fremdsprachen. „Die längste Geschichte haben die deutschen Gymnasien in Bulgarien“, wie die Botschafterin ergänzte, diese seien wegen der guten Ausbildung sogar in der sozialistischen Zeit weiter in Betrieb gewesen. Weitere eindrucksvolle Daten sollten den rund 150 Schülerinnen und Schülern in der Aula deutlich machen, dass Bulgarien die „Entwicklung der Wirtschaftsbeziehung in der EU nicht als Einbahnstraße“ sehe. Dr. Plugtschieva wies darauf hin, dass Deutschland nach Österreich, Griechenland und den Niederlanden an vierter Stelle bei den Handelsbeziehungen Bulgariens stehe, und sie hoffe, dass Deutschland in dieser Reihe weiter nach vorne rücke. Die Wirtschaftsdaten Bulgariens seien auch für deutsche Investoren interessant, wie die Botschafterin ausführte. So sei die Arbeitslosigkeit von 27 auf 4,3 Prozent gesenkt worden und auch die Zeit der Zeiten von bis zu 500-prozentiger Inflation seien Vergangenheit. Während in den Bereichen der Geschäftsführung durchaus schon europäische Gehälter gezahlt werden, ist das Niveau der normalen Gehälter noch nicht angepasst. Durch den Beitritt zu EU habe es auch Verlierer in Bulgarien gegeben, gerade bei den Alten und Rentnern, wie die Botschafterin betonte, dies sei „ein hoher Preis, aber es hat sich gelohnt.“ Politisch bringe Bulgarien aber auch viel mit, wie sie ergänzte, so wolle ihr Land mit daran arbeiten, dass beim „Status Kosovo der weiße Fleck nicht in ein schwarzes Loch verwandelt“. Auch bei den Außengrenzen der EU sei sich Bulgarien seiner politischen Verantwortung bewusst. „Wir sind ein großes Land auf kleinem Territorium“. Ihre kurzweilige und interessante Darstellung beendete Dr. Plugschieva mit der Einladung an die Schülerinnen und Schüler sich das auch touristisch interessante Bulgarien anzuschauen oder auch die Botschaft in Berlin zu besuchen, den „gerade diese treffen geben Hoffnung für den notwendigen Dialog“. |
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