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„Labyrinth Fluchtweg“- Ausstellung |
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Situation hautnah erlebt Schülerinnen und Schüler der 12ten Klasse des Wirtschaftsgymnasiums mit Ibrahim Aslan, Franz-Josef Thöne, beide von der Caritas, Schulleiter Matthias Groß und Markus Gabriel als Vertreter des Kreises Höxter (vorn von links) beim Besuch der Ausstellung.. |
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Höxter. (fok) „Das war mal ganz anders, bei normalen Vorträgen lässt man sich berieseln, hier kann man am Thema und der Situation aktiv teilnehmen.“ So wie Janine Herten, Schülerin des Wirtschaftsgymnasiums am Berufskolleg Höxter empfanden viele der Schülerinnen und Schüler den Besuch der Ausstellung „Labyrinth Fluchtwege“. Sieben Klassen nutzten die Möglichkeit die Ausstellung, die auf einem LKW-Auflieger durch die Lande zieht, zu besuchen. Die Themen Asyl und politische Verfolgung werden in diesem Labyrinth dargestellt. Besonders die interaktive Gestaltung der Ausstellung hatte es den Schülern angetan, wie Nathalie Piowczyk mit „durch die Einspielfilme auf den Monitoren konnte man sich gut in die Lage der Flüchtlinge versetzen“ deutlich machte. Der Vorteil der Mobilität bringt aus der Sicht der Schüler auch einen Nachteil mit sich. „Das Mobil ist zu klein, ich hätte mir noch weitere Informationen gewünscht“, so Jonas Robrecht. Dies wurde mehrfach genannt, wie auch der Hinweis, dass oftmals ein wenig Zeit fehlte. Beim Ausfüllen der Formulare wurde dies besonders deutlich, hatten doch einige Schüler Schwierigkeiten das in der Zeit zuschaffen, obwohl das – im Gegensatz zu echten Asylbewerbern – in ihrer Muttersprache geschah. „Das Ziel dieser Ausstellung ist es die Schüler für die Integration zu sensibilisieren“, erläuterte Ibrahim Aslan von der Caritas Paderborn. „ Wir wollen erreichen, dass den Menschen, die noch zu integrieren sind, ein besseres, freundlicheres und friedlicheres Leben ermöglicht wird.“ Franz-Josef Thöne, Vorsitzender der Caritas machte deutlich, dass die Schüler in dieser Form realitätsnah die Flucht erleben. „Das zu erleben bedeutet für junge Menschen ein anderes Bild von Flüchtlingen kennen zu lernen.“ Diese Menschen flüchteten unter Lebensgefahr in ein unbekanntes Land, trennten sich von Freunden und ihrem Land, ohne genau zu wissen, was auf sie zukäme, ergänzte Thöne. Neben dem „Warum“ der Flucht wurden so in der Ausstellung beispielsweise auch die Erlebnisse an der Grenze, die Anhörung und die Bedrohung der Abschiebung den Besuchern nahe gebracht. „Die Menschen verbringen Stunden und Tage in Containern, unter teilweise menschenunwürdigen Bedingungen. Ihr kommt nach 20 Minuten wieder heraus, und wisst, dass Ihr zuhause seid“. Mit diesen Worten macht Aslan jeder Klasse deutlich, was auf die Schüler im Anhänger wartet, und beeindruckt kommen die Schüler wieder heraus. Diese Eindrücke mussten natürlich in einen Rahmen gebracht werden. So legte das Berufskolleg Höxter großen Wert auf eine begleitende Unterrichtsreihe. „Wir bereiteten die Schüler auf das Thema intensiv vor“ so der organisierende Lehrer Frank Oliver Klute, „vom Artikel 16 des Grundgesetzes über die Änderungen im Artikel 16a bis zu der schwierigen Frage des Nachweises der Verfolgung spann sich der thematische Bogen.“ So sehr sich die Schüler theoretisch mit dem Thema Asyl auseinandersetzten, so uniformiert waren sie im Bezug auf die Ausstellung. „Ein Asylbewerber auf der Flucht weiß auch nicht, was auf ihn zukommt“, erläuterte Klute, „diese Ungewissheit sollte die Realitätsnähe noch ein wenig ergänzen.“ In einer Diskussion sollen dann die Schülerinnen und Schüler noch die Möglichkeit haben mit einem Vertreter des Kreises über die Anerkennungsverfahren Asylsuchender und die Abschiebung zu diskutieren. |
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