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| Schüler vom Berufskolleg Höxter als Praktikanten beim Kulturgut Holzhausen | ||
Höxter. (fok) Was treibt Schüler dazu in der Freizeit für die Kultur tätig zu sein? Warum lässt sich eine Kultureinrichtung auf Wirtschaftsschüler ein? Wo sind die Schnittmengen zwischen Kultur und Wirtschaft? Und was bringt das alles? Eine ungewöhnliche Zusammenarbeit zwischen dem Berufskolleg Höxter und dem Kulturgut Holzhausen wirft viele Fragen auf – und bietet doch so logische Antworten. Weit über 180 Stunden arbeiteten Vanessa Cotte, Sheila Villora und Robin Zell, alle drei sind Mitglieder der Kulturmanagement-AG des Berufskollegs Höxter, beim Kulturgut Holzhausen, und dieses Engagement wurde ihnen in einer kleinen Runde mit der Übergabe der Zeugnisses bestätigt. Über Sieben Wochen arbeiteten die drei Schüler vor und während des Festivals „Voices“ auf dem Hof und unterstützten das Team dort vor Ort. Eventmanagement live erleben – und dabei auch Schulwissen praxisnah anwenden. „Die drei waren eine irrsinnige Erleichterung für unsere Arbeit“, betonte die Festival-Organisatorin Leonore von Falkenhausen, „sie halfen bei Kartenvorverkauf, haben Programme und Handzettel erstellt, Künstler betreut und bei den Verträgen mitgearbeitet – ohne die Drei wäre ich manchmal ganz schön aufgeschmissen gewesen.“ Gerade diese Verknüpfung von theoretischem Wissen und den Anforderungen der Praxis sei der Kulturmanagement-AG wichtig, so Gerhard Antoni, einer der begleitenden Lehrer. Als sich dann durch persönliche Kontakte in Nieheim diese Möglichkeit für Praktika bot – wurde sie umgesetzt. Sechs Wochen vor dem Festival arbeiteten Cotte, Villora und Zell jeweils einen Nachmittag auf dem Gut, während des neuntägigen Festivals wohnten sie sogar dort, um jederzeit erreichbar zu sein. Das theoretische Wissen aus der Schule konnte dabei gut in den Betrieb des Festivals eingebracht werden, so war von Falkenhausen beispielsweise froh, dass sie im Bereich der Wirtschaftsinformatik kundige Hilfe hatte. Auch die Fremdsprachenkenntnisse fanden ihre Verwendung. „Mit den internationalen Künstlern unterhielten wir uns auf Englisch“, so Villora, „und auch im privaten Bereich konnte Nutzen gezogen werden, Sängerin Cotte habe sich so manchen Trick von den Profis abgucken können, wie sich verdeutlichte. „Sie haben bereichernd zur Atmosphäre des Festivals beigetragen“, betonte von Falkenhausen, „das war alles so erfreulich, dass wir jederzeit wieder Praktikanten vom Berufskolleg Höxter beschäftigen werden.“ Auch beruflich mache ein solches Praktikum Sinn, wie Schulleiter Matthias Groß betonte. „So ein Zeugnis ist eine deutliche Verbesserung bei Bewerbungen. Es zeigt Engagement über den Tellerrand hinaus und dass die Schüler flexibel und belastbar sind.“ Eine weitere mögliche Ebene der Zusammenarbeit wurde innerhalb des Gesprächs ausgelotet. So machte Schulleiter groß deutlich, dass er sich vorstellen könne, dass im Rahmen der Projektarbeit in der Fachschule mit dem Kulturgut zusammengearbeitet werden könne. „Auch im Bereich Marketing erarbeiten unsere Studenten im Umfang von 320 Stunden ein Projekt. Das Kulturgut wäre dabei sicherlich ein interessanter Partner“, so Groß abschließend. |
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Der Beweis, dass Kultur und Wirtschaft zusammen funktionieren: Robin Zell, Leonore von Falkenhausen, Gerhard Antoni, Petra Goertz, Sheila Villora, Vanessa Cotte und drei Zeugnisse, mit denen Engagement und Einsatz belohnt wurden. |
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