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berufskolleg des kreises höxter für wirtschaft und verwaltung |
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| Typisierungsaktion trägt Früchte
Schon drei Stammzellspender gefunden! |
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Tübingen/ Höxter – Am 23. April 2008 hatten sich 845 Menschen im Berufskolleg des Kreises Höxter als potenzielle Stammzellspender in die DKMS aufnehmen lassen. Das Engagement trägt bereits ein Jahr nach der Aktion Früchte: Drei von ihnen konnten inzwischen tatsächlich als „genetischer Zwilling“ für einen Patienten ausfindig gemacht werden und einem Menschen die lebensnotwendige Transplantation ermöglichen. Anna-Karina Haase ist einer der „genetischen Zwillinge“. Die 25-jährige Bürokauffrau war zum Zeitpunkt der Typisierungsaktion selbst noch Schülerin auf dem Berufskolleg des Kreises Höxter. Am 24. September 2008 spendete sie Stammzellen für ein dreijähriges Kind. „Mein erster Gedanke war: Toll! Ich kann helfen!“ Selbst ihre panische Angst vor Nadeln sei in den Hintergrund getreten, beteuert die junge Frau schmunzelnd. Nach einer gründlichen Voruntersuchung in der Entnahmeklinik musste sich Anna-Karina Haase fünf Tage lang ein Medikament unter die Haut spritzen, welches die Produktion der Stammzellen im Knochenmark anregt und diese in die Blutbahn ausschwemmt. „Die Spritzen hat mir meine Mutter gegeben. Das hat gut geklappt!“ Nach dieser Vorbehandlung wurden dann die Stammzellen über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gesammelt. Bei dieser so genannten Apherese fließt das Blut von einem Arm aus durch einen so genannten Zellseparator und über den zweiten Zugang im anderen Arm in den Körper zurück. Im Zellseparator werden die Stammzellen vom restlichen Blut getrennt und für die Transplantation gesammelt „Ich war überrascht, wie einfach alles ging. Ich hatte mir das schlimmer vorgestellt“, gesteht Anna-Karina Haase. Die Nebenwirkungen während der Medikamenteneinnahme seien wie starker Muskelkater gewesen, „aber das habe ich gern in Kauf genommen. Immerhin kann ich jemandem damit vielleicht das Leben retten!“ Da die Spende in den ersten zwei Jahren anonym bleibt, erfuhr sie zum jetzigen Zeitpunkt lediglich, dass ihre Stammzellen an ein dreijähriges Kind aus Israel gingen. „Etwa 100 Tage nach der Spende erfuhr ich über die DKMS, dass es dem Kind schon viel besser geht. Das war ein tolles Gefühl!“ Auch Sarah Küper hatte sich auf der Aktion im vergangenen Jahr typisieren lassen. Die 25-jährige ist Arzthelferin in einer Kinderarztpraxis in Höxter. „Hier im Ärztehaus haben sich viele an der Aktion beteiligt. Dass ausgerechnet meine Gewebemerkmale mit denen eines Patienten übereinstimmen, ist toll. Mein Arbeitgeber hat mich voll unterstützt und ich wurde selbstverständlich für die Spende freigestellt.“ Die junge Frau spendete im Februar 2009 Stammzellen für einen 51-jährigen Mann aus Spanien. Jetzt hofft Sarah Küper, dass es „ihrem“ Patienten bald besser geht. Der dritte Stammzellspender ist Maximilian Clemens Behrens. Er besucht das Berufskolleg des Kreises Höxter und ist grad mitten in den Prüfungsvorbereitungen. Auch sei angenehm von dem Prozedere überrascht gewesen, er habe sich die Spende schlimmer vorgestellt. „Ich hatte keinerlei Nebenwirkungen und es verlief alles völlig problemlos“, so der junge Mann. Seine Stammzellen wurden von einer 38-jährigen Frau aus den USA benötigt. Für sie war Maximilian Clemens Behrens Spende die einzige Überlebenschance. „Ich denke oft an die Frau“, so Behrens. „Sie ist – so teilte mir die DKMS mit - wohl auf dem Weg der Besserung. Sobald ich mit meinen Prüfungen fertig bin, werde ich ihr einen anonymen Brief schreiben.“ Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch neu an Leukämie, darunter auch Kinder und Jugendliche. Für viele von ihnen ist eine Stammzellspende die einzige Überlebenschance. Doch einen passenden Spender zu finden, ist nicht leicht, da die Gewebemerkmale von Spender und Patient nahezu vollständig übereinstimmen müssen. Ein Patient mit einer häufigen Kombination der Gewebemerkmale kann unter 20.000 Menschen einen passenden Spender finden, bei einer sehr seltenen Kombination findet sich unter Umständen auch unter mehreren Millionen niemand. Bei vier Schülern stimmten die Gewebemerkmale mit denen von Patienten, die aktuell einen Spender suchen, überein und sie konnten diesen durch eine Stammzellspende die Chance auf Überleben geben. .Tübingen, den 08.05.2009 |
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