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  Heiße Wahlkampfphase im Berufskolleg Höxter
 
 

Höxter.(S. Sprock) Noch kurz vor der Bundestagswahl konnte das Berufskolleg in Höxter die vier Kandidaten der großen Mitte sowie einen Vertreter des Vereins „Mehr Demokratie“ zu einer Podiumsdiskussion begrüßen. Fast 250 Schülerinnen und Schüler nutzten die Möglichkeit zum „Erstwählercheck“ und konfrontierten die Politiker des Wahlkreises Höxter mit Fragen zu den Themen Energie und Umwelt, Steuersenkungen und Schaffung von Arbeitsplätzen. Hierbei traten nicht nur die unterschiedlichen Positionen der Parteien zu Tage, es zeigten sich vielmehr auch Diskrepanzen zwischen den möglichen Koalitionspartnern. Großen Eindruck hinterließ der Hinweis der Kandidaten, dass ihre persönliche Einstellung zu bestimmten Themen nicht immer mit den offiziellen Beschlüssen ihrer Partei übereinstimme.

Als das Thema „Bildung“ zur Sprache kam, heizte sich die Atmosphäre im Pädagogischen Zentrum des BKH noch einmal ordentlich auf. Emotionsgeladen entspann sich eine zum Teil hitzige Diskussion zwischen Schülern und Politikern, bei der es vorrangig um die Bezahlbarkeit von Studiengebühren für unterprivilegierte Schichten und die Verschwendung dieser Gelder ging. Nachdem Herr Herrmann (CDU) die Lösung des Problems in Stipendien nach amerikanischem Vorbild vorschlug, konterte Herr Böhler (SPD) unter dem Beifall der Schüler: „Ich möchte nicht, dass man bei uns nur studieren kann, wenn man gut Football oder Basketball spielen kann. Ich möchte, dass sich auch der begabte Sohn, die begabte Tochter eines einfachen Arbeiters ein Studium leisten kann, denn diese Leute brauchen wir.“

In einer abschließenden Runde versuchten die Politiker noch einmal, ihre Gelegenheit zu nutzen, die Erstwähler von sich und ihrer Partei zu überzeugen. Herr Slonka vom Verein „Mehr Demokratie“ wies eindringlich darauf hin, wie wichtig es sei, von seinem Wahlrecht tatsächlich Gebrauch zu machen. Am Ende der Veranstaltung gaben sowohl Kandidaten als auch Schüler ein positives Feedback: „Das war heute spannender als das TV-Duell zwischen Frau Merkel und Herrn Steinmeier.“Auch Organisatorin und Moderatorin Sonja Sprock konnte ein positives Fazit ziehen: „Ich denke, die Schülerinnen und Schüler haben ihre Chance auf bestmögliche und direkte Information genutzt. Wenn wir nur einige Unentschlossene dazu bewegen konnten, zur Wahl zu gehen, war diese Podiumsdiskussion schon ein Erfolg.“