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Verzicht aufs Taschengeld

Schüler helfen Kindern in Peru

 
 

Vorn die Klassensprecher der Klassen 11 a und b, hinten: Spanischlehrer Andreas Krog und Ute Friebe, Gründerin des Vereins Esperanza

Höxter[sba]. Unter dem Motto „Sportgeräte für eine peruanische Schule “ organisierte die Klasse 11 des Berufskollegs eine Spendenaktion. Eine peruanische Schule wurde ausgewählt, weil das Berufskolleg
seit mehreren Jahren eine Partnerschaft mit dem Verein Esperanza hat.

Esperanza heißt Hoffnung und soll helfen die Armut in Peru zu lindern merkt Ute Friebe, die Gründerin des Vereins, an. Das erwirtschaftete Geld bekommt eine Secundaria, berichten die Schüler. Die Secundaria schließt an die Grundschule an und Dauer in der Regel sechs Jahre. Sie liegt in dem kleinen Ort Lukana, etwa acht Stunden von Lima entfernt. Die Secundaria ist eine typische peruanische Schule. Es gibt dort ungefähr 240 Schüler, wenig Lehrer und noch weniger Unterrichtsmaterial. Die Räumlichkeiten für den Sportunterricht sind provisorisch und Sportgeräte gibt es gar nicht. Daher wollen die Schüler mit dem gesammelten Geld den Kauf von Sportgeräten ermöglichen.

Nach Angaben von Unicef gehört Peru zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas. Es gibt dort viele Kinder. Nicht wenige sind arm, und gerade die Mädchen haben kaum Aussicht auf Ausbildung und Beruf. Armut, geringe Bildung, hohe Mütter- und Kindersterblichkeit machen das Leben von Tausenden von Menschen zu einem ständigen Überlebenskampf.

Ob ein Sportgerät daran was ändert? Ja, sagt Ute Friebe. Sport macht stark und selbstbewusst.

Diese Erkenntnis nahmen sich die Schüler zu Herzen. Sie riefen zum Verzicht auf das Taschengeld auf und freuen sich, dass am Ende 200 Euro zusammenkamen. Als schöner Nebeneffekt soll die Spendenaktion die Klassengemeinschaft und den Umgang der Schüler im Berufskolleg miteinander positiv beeinflussen.