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Holocaust Überlebender Ganor hatte viele Schutzengel |
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Schüler des Berufskolleg Höxter erleben Zeitgeschichte |
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Höxter[sba]. Gebannt verfolgten Schüler im pädagogischen Zentrum des Berufskollegs Höxter die Befreiung des NS-Konzentrationslagers Dachau durch das amerikanische Militär. Mit der Vorführung eines Filmausschnitts aus Steven Spielbergs "Band of Brothers" beginnt Fregattenkapitän a. D. Jacob Odinius seine Lesung über das Schicksal des Holocaust Überlebenden Solly Ganor. Danach schildert Odinius Passagen aus dem Buch "Das andere Leben", das sein Freund Solly über seine Kindheit im NS-Regime verfasste. Die Zuhörer erfahren das Schicksal des Jungen Solly, der als 13-jähriger erleben musste, wie deutsche Truppen 1941 in seine Heimatstadt Kaunas in Litauen einfielen. Während Jacob Odinius ausgewählte Episoden aus Ganors Autobiografie vorträgt, erleben die Schüler den Leidensweg des jüdischen Jungens Solly hautnah mit, seine schmerzlich erfahrene Geschichte wird lebendig. So wird er mit seiner Familie ins Ghetto getrieben, muss zusehen, wie Freunde und Verwandte bei zahlreichen "Aktionen" der Machthaber zur Vernichtung selektiert oder auf der Stelle ermordet werden. 1944 wird das Ghetto aufgelöst und Solly mit seinem Vater in ein Außenlager des KZ Dachau deportiert. Vor den anrückenden Alliierten wird er mit den wenigen überlebenden Häftlingen auf einem der berüchtigten Todesmärsche in Richtung Alpen getrieben. Im Mai 1945 erfolgt die Befreiung durch amerikanische Soldaten. Jacob Odinius lernte Solly Ganor 1995 bei einer Begegnung im ehemaligen Nazi- Bunker Weinberg II in Landsberg am Lech kennen. Damals führte Odinius, zuständig als Stabsoffizier für Erinnerungsarbeit, Überlebende des Konzentrationslagers Dachau durch den Luftwaffenbunker. Zunächst beginnen Odinius und Ganor die Aufklärungsarbeit gemeinsam. Heute überbringt Jacob Odinius allein, jedoch weiterhin die wichtige Botschaft seines Freundes: Der Dialog zwischen Überlebenden und jungen Deutschen müsse fortgesetzt werden. "Die Millionen Toten, die Hitlers 1000jähriges Reich hinterlassen hat, sind ein Vermächtnis der Scham, das ewig währen wird. Schämen: ja. Schuld: nein" mit diesen Worten schloss er die Veranstaltung im Berufskolleg Höxter. |
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| Text und Foto: Sabine Bartel | ||
| © bkh/1996-2011 zuletzt bearbeitet: dezember 2011/goder |
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