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  Erfolgreich beim 34. Bundesjugendschreiben
  77 Schülerinnen und Schülern erhielten Zertifikat
 

Kommissarischer Schulleiter Matthias Groß freute sich mit Andrea Milleg, Marietta Struck und Annika Bues über die hervorragenden Ergebnisse und dankte Brigitte Meier für die gute Organisation des Wettschreibens (v. links).

Höxter. [fok] Glänzende Urkunden zeugten von zahlreichem Erfolg. Gleich 77 Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs für Wirtschaft und Verwaltung in Höxter nahmen erfolgreich am 34. Bundesjugendschreiben der Deutschen Stenographenjugend teil. Kommissarischer Schulleiter Matthias Groß und Brigitte Meier, Lehrerin im Fach Textverarbeitung und Organisatorin vor Ort gratulierten in einer kleinen Feierstunde.
Mit gut 100 Schülerinnen und Schülern startete das Berufskolleg in den Wettbewerb, von den 77 erfolgreichen Teilnehmern schnitten 35 mit der Note „gut“ und sogar 40 mit der Note „sehr gut“ ab. Damit läge das Ergebnis im Mittelfeld, wie die betreuende Fachlehrerin Brigitte Meier betonte. In einigen Jahren habe das Berufskolleg Höxter auch schon Landessieger hervorgebracht, dazu sei es aber notwendig, dass diese Schüler über mehrere Jahre ihre Fähigkeiten entwickelten, „ohne Übung ist das einfach nichts“. Kurse, in denen beispielsweise „Maschineschreiben in vier Stunden“ versprochen werde, seien einfach Nonsens.
Seit gut 25 Jahren beteilige sich das Berufskolleg an diesem bundesweiten Wettbewerb, so Meier weiter, und sei zudem das einzige Berufskolleg im Bezirk. Es freue sie besonders, dass das Interesse bei den Jugendlichen von Jahr zu Jahr ansteige, das zeige, dass Schülerinnen und Schüler sich durchaus über die Schulanforderungen hinaus engagierten.
In diesem Wettbewerb „Tastschreiben“, der zwar zentral organisiert aber dezentral durchgeführt wird, müssen die Teilnehmer einen Text zehn Minuten lang von einer Vorlage abschreiben. Erfolgreich ist, wer viele Anschläge mit wenigen Fehlern eingibt. Aus diesen beiden Faktoren wird eine Punktzahl ermittelt, die, nach Altersklassen sortiert, über die Note und den Platz in der Rangliste entscheidet.
Tastschreiben ist die Fähigkeit, mit allen zehn Fingern zu schreiben und jedem Finger bestimmte Tasten zuzuordnen und den Weg dorthin so oft zu üben, bis er blind gefunden wird. Wer das Tastschreiben beherrscht, braucht die Bewegungen seiner Finger nicht mit den Augen zu kontrollieren. Dadurch kann der Schreiber sich auf seine Arbeitsunterlagen oder auf den Bildschirm konzentrieren und erspart sich das ständige Abschweifen des Blickes auf seine Hände. Abgesehen davon, dass diese Methode Sicherheit und Selbstvertrauen gibt und Stress vermeidet – die Zeitersparnis ist erheblich: Tastschreiber leisten 50 % mehr als Tipper!
Dass diese Fähigkeit nicht nur für den Wettbewerb – oder die Note im Fach „Textverarbeitung“ - erworben wird, machte Groß deutlich. Er verwies in seiner kurzen Ansprache darauf, dass diese Urkunde ein wichtiger Bestandteil einer Bewerbungsmappe sei. Die Fähigkeit des Tastschreibens unterscheide die Schülerinnen und Schüler von anderen Bewerbern und zeige, dass man auch effizient mit der Tastatur umgehen könne, was besonders zukünftige Arbeitgeber interessiere.