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Frisches Backwerk und heißer Kaffee – die Basis des Spendencafés. Die WG 12 A sammelt erfolgreich für das Peruanische Patenkind.
Höxter [fok] Sascha Michell ist ein fröhliches Mädchen von acht Jahren. Ein Grund für diese ausgelassene Freude - sie kann zur Schule gehen. Was für uns selbstverständlich ist, ist in Peru, und dort lebt Sascha, keineswegs normal. Dass sie positiv in die Zukunft blicken kann, das verdankt sie der WG 12 A des Berufskollegs Höxter.
Seit gut einem Jahr hat nun die 12 A des Wirtschaftgymnasiums die Patenschaft für das kleine peruanische Mädchen übernommen, und unterstützt Sascha mit 50 Euro pro Monat für ihre schulische Ausbildung. Mit dem Spendencafé, das die Schülerinnen und Schüler zwei Mal im Jahr organisieren, werden zusätzliche Mittel für Sascha gesammelt. Die Aktionen, die die Schüler völlig selbständig organisieren, sollen zugleich auch auf die Situation der Straßenkinder in Peru aufmerksam machen.
Der Duft von Kaffee, selbstgebackenem Kuchen und frischen Waffeln zieht durch das gesamte Schulgebäude und lockt Schüler und Lehrer an den Stand – mit Erfolg – knapp 180 Euro wurden so in den Pausen zweier Schultage erwirtschaftet, die direkt Sascha unterstützen.
Knapp 80 Prozent der Bevölkerung Perus muss mit weniger als 300 Dollar im Monat auskommen – für den Besuch der Schule bleibt da kaum Spielraum. Das ist besonders bitter, da der Staat Peru lediglich 2,6 Prozent des Bruttosozialproduktes für die Bildung ausgibt. Einschreibegebühren, Schuluniformen und Bücher, bis 1994 besaß nur jedes zweite Schulkind ein Schulbuch, sorgen so für Kosten, die die Familien nicht aufbringen können. So kommt es, dass 15 Prozent der schulpflichtigen Kinder nicht zur Schule gehen. Über 30 Prozent der über 15-Jährigen erreichten lediglich einen Grundschulabschluss, knapp neun Prozent bleiben ohne Ausbildung.
Der Kontakt zu dem Mädchen ermöglichte der Verein Esperanza, der für Straßenkinder in Peru eine direkte Anlaufstelle bietet. Neben der Unterkunft für diese Kinder stehe die Beschulung im Zentrum der Aktivitäten, so der Spanischlehrer Andreas Krog. Er hatte einen Artikel des Vereins in der Zeitung gelesen, in dem um Unterstützung gebeten wurde. Der Verein helfe nicht nur mit Geld, sondern unterhalte auch Werkstätten – er biete also auch Hilfe zur Selbsthilfe.
Er unterstütze diese Aktion der Schülerinnen und Schüler, da sie so Kontakt zur spanisch sprechenden Welt bekämen. Der Kontakt zu Sascha laufe per Brief, die Klasse habe sich dann eben auf Spanisch vorstellen müssen. Dieser Kontakt sei ganz konkret und nicht so anonym, wie d as bei anderen Hilfsorganisationen der Fall sei. Er hoffe, so Krog abschließend, dass eine neue Klasse gefunden werde, die diese Aktion nach Mai 2008, wenn diese 12er das Abitur ablegten, weiterführten.
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