bkhnews
berufskolleg des kreises höxter für wirtschaft und verwaltung
home | bildungspartner | bildungsangebotkontakt kollegium | projekte
  Ein früheres Religionsprojekt finden Sie hier: Sexualität am Arbeitsplatz

 

 

Hardehausen 2010

  Im Februar 2010 fuhren die Grundkurse der Klasse WG 12a/b und WG 13a/b des Wirtschaftsgymnasiums des Berufskollegs Höxter mit ihren Fachlehrern Frau Hamel, Frau Simon und Herrn Antoni im Rahmen der jährlichen „Intensivphase RELIGION/ PHILOSOPHIE“ nach Hardehausen.

Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr die Erarbeitung des Films „Chocolat“ von Lasse Hallström – eines modernen Gleichnisses -, in dem es um Erlösung und Befreiung geht. Doch wie soll und kann eine Erlösung stattfinden und kann eine Befreiung erfolgen? Zurück zum Film...

„Chocolat“ ist ein Film, der ein Plädoyer für Toleranz und seine Offenheit gegenüber Randgruppen und Andersartigen darstellt: Alle Charaktere leben in einem kleinen französischen Dorf. Sie sind gefangen in Lebensentwürfen, die sie fesseln und keine Entwicklung der Freiheit und des Ausbruchs zulassen.
Der Comte de Reynaud in seinem religiösen Moralismus – verlassen von seiner Frau -, oder die bärbeißige alte Vermieterin, die Frau des Kneipenwirts in ihrer furchtbaren Ehe und ihrer Kleptomanie und viele spannende Charaktere mehr – alle sind gefangen und kommen alleine nicht mehr raus.
In dieses Ende des kleinen Dorfes weht der Nordwind Vianne und ihre kleine Tochter Anouk. Vianne ist ebenfalls eine „Getriebene“, die dort während der Fastenzeit – einer Zeit der Entbehrung und des bewussten Verzichts auf alle Verlockungen - eine Chocolaterie eröffnet.
Für jeden ihrer Kunden findet Vianne mit sinnlichem Gespür genau die richtige Praline, die etwas in ihren Kunden „öffnet“ und somit die „Erlösung“ von innen beginnt.
Langsam und stetig beginnt sich das „enge Dorf“ zu weiten. Der junge Priester Père Henri predigt statt Moral von nun ein einen gnädigen, menschenliebenden und verzeihenden Gott. Das Leben im Dorf beginnt, Vorurteile abgebaut und Feste werden gefeiert. Können aber Vianne und ihre Tochter sich selbst auch erlösen? Finden auch sie den „Schlüssel“ zur eigenen Erlösung?

Bei den Tagen in Hardehausen ging es aber nicht nur um die kognitive Erarbeitung von „Brennpunkten des Films“, thematischen Schwerpunkten und Symbolen sowie Maßstäben ethischen und moralischen Handelns, sondern auch um die „sinnliche Herstellung“ und dem Genießen von Pralinen.

Alle Beteiligten waren in diesen Tagen eingeladen, über die eigene Erlösungsbedürftigkeit zu reflektieren, diese „nachzuspüren“ und sich nicht nur nach „süßer“ Erlösung zu sehnen.

Begleitet wurden die Intensivtage durch meditative Übungen, die den Schülerinnen und Schülern im Alltag und in Stresssituationen Hilfe geben können, um sich zu entspannen und somit gelassen gegenüber scheinbar unüberwindbaren Situationen erfolgreich bestehen zu können.

Marlies Hamel, Ursula Simon und Gerd Antoni als Dozenten/Moderatoren
Klasse WG 12a, Klasse WG 12b, Klasse WG 13a und Klasse WG 13b
Schuljahr 2009/2010

Fotos werden demnächst auf dieser Seite eingestellt