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vers: 03-07-21 |
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Berufskolleg
des Kreises Höxter für Wirtschaft und Verwaltung european vocational school germany |
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| Ihr Tätigkeitsfeld ist der "Dienstleistungssektor" der Industriebetriebe. Sie kaufen Rohstoffe ein, entwickeln Marketing-Konzepte, errechnen den Lohn, führen die Bücher und bereiten die Fertigung der Waren vor. Der Computer ist das tägliche Arbeitsgerät. |
Industriekaufmann
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| Projektarbeit:
Erfahrungen aus dem Unterricht Neben der Sichtweise, den Menschen als einen „Homo sociologicus“ nach Dahrendorf anzusehen, wird gerade in unserer liberalen Zeit immer mehr deutlich, wie sehr der Mensch doch auch als ein „Homo sexualis“ zu betrachten ist. Diese Fähigkeit einerseits und diese Eigenart andererseits stellt ein Wesensmerkmal des Menschseins dar, das nicht nur den rein privaten Lebensbereich beeinflusst. |
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| Gerade am Arbeitsplatz
können Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit der MitarbeiterInnen durch den
unbekannten Faktor „Sexualität“ positiv wie negativ tangiert werden. So ist eine
grundsätzliche Beschäftigung mit der Thematik im Hinblick auf eine mögliche
Umsetzung der Thesen auch in der Arbeitswelt erforderlich; gezielt sollten
dabei die Bereiche „Sexuelle Belästigung“ und „Mobbing“ ebenfalls
erörtert werden.
Alle
an der Schule vorhandenen Medien kamen zum Einsatz. |
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Die beiden Mittelstufenklassen der
Industriekaufleute wählten sich im Religions- unterricht daher das
Arbeitsthema: „Sexualität als verantwortetes geschlechtliches
Miteinander erfahrbar machen.“ Über sechs Unterrichtseinheiten lang setzten sie
sich dann intensiv mit der Problematik auseinander. Dabei stand die
Erarbeitung der Thematik zunächst anhand der vorgegebenen Aspekte:
Identität, Beziehung, Lust und Fruchtbarkeit im Vordergrund.
Ausgangspunkt für die Arbeiten war ein Text der kürzlich verstorbenen
evangelischen Theologin Dorothee Sölle. |
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| Vorträge,
Spielszenen...alle Möglichkeiten standen frei zur Wahl durch die Gruppe,
Manche Fähigkeit wurde entdeckt
Recherchen im Internet, Bibliotheken sowie Interviews und Auswertungsarbeiten beschäftigten die SchülerInnen genauso intensiv wie das gemeinsame Gespräch über fremde und eigene Erfahrungen. |
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| Gerade das gemeinsame Entwickeln von Thesen, deren Überprüfen anhand von Wissen und Erleben, die teilweise Modifizierung und schließlich die „spruchreife“ Darstellung erlebten die SchülerInnen als einen Prozess, der bisweilen auch gruppendynamische Bewegungen aushalten musste | |
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| Themengespräch mit Diskussionsrunde.
Oft wurde kontrovers argumentiert, eine große Herausforderung für die
Moderatorin. |
Nachdem die Collage von allen betrachtet worden war, diskutierten die SchülerInnen die Inhalte und Aussagen |
| Dennoch, so
das einhellige Fazit in der Schlussrunde, sei es insgesamt eine sehr
fruchtbare und gute Zusammenarbeit gewesen, die als Lernergebnis doch
einen großen Mehrwert im Bereich des Faktenwissens aber auch im Umgang
miteinander mit sich gebracht habe. Projektarbeit bringt oft auch willkommene
Nebeneffekte. So gelang die Präsentation der Arbeitsergebnisse in Form
von Collagen, Szenenspielen und Kurzvorträgen in hervorragender Weise. Der Film „Breaking the waves“ rundete die
Projektarbeit. In dem mehr als 2 ½ stündigen, preisgekrönten Werk von
Lars von Trier wurde das Thema noch einmal vertiefend aufgegriffen. Der
Film verdeutlichte in künstlerisch eklatanter Weise die Grundforderung
jeglicher Sexualität nach Ganzheit und Authentizität, vor allem aber
nach Begrenztheit im Wollen beider Partner. Die angedeuteten - zum Teil
religiös motivierten Fehlformen menschlicher Sexualität – wurden in
der anschließenden Diskussionsrunde erörtert. |
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| Der Bereich „Vergewaltigung“ und sexuelle Gewalt gegen
Frauen wurde von einer Gruppe in besonderer Weise thematisiert. |
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© gerhard antoni/bkh/juli 2003
zuletzt bearbeitet: juli 2003 von franz goder