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  Schüleraustausch mit Polen
  Unsere Schule, das Berufskolleg Höxter, hat schon seit Jahren 2 Partnerschulen in Warschau. Dieses Jahr durften wir, die HHU2, am 10- jährigen Jubiläum, an der Fahrt Teil nehmen und unsere Schule präsentieren.
 

Wir waren vom 22.10.2006 bis zum 28.10.2006 dort und haben dabei viele lustige, lehrreiche und interessante Sachen erlebt, wobei wir vorher eher skeptisch waren.

Alle hatten viel Spaß auf der Fahrt, auch die Lehrer, unser Englisch Lehrer Herr Krog und Frau Gröne die als zweite Begleitperson mit gekommen ist. Nun will ich einige Erlebnisse aus der Woche erzählen.

Auf der Hinfahrt waren alle schon sehr aufgeregt und gespannt darauf, wie ihre Austauschpartner aussehen, auch, wenn wir schon vorher Briefe mit Fotos bekommen haben. Und alle haben sich glaube ich gefragt: "Was wird auf uns zukommen?" Als wir uns dann aber nach der stressigen
12-stündigen Zugfahrt in der Jugendherberge endlich ins Bett legen konnten, haben wir alles erst einmal vergessen, weil wir total kaputt waren.
Am nächsten Morgen ging es dann los. Wir sind mit der Straßenbahn in die erste Schule gefahren, wo wir von den Lehrern der Schule und unseren Austauschpartnern sehr freundlich und herzlich aufgenommen und begrüßt wurden. Zuerst waren alle sehr schüchtern, weil keiner so richtig wusste wie man sich auf Englisch beim ersten Treffen unterhalten sollte, und wie man sich kennen lernen konnte. Doch im Laufe des Vormittags lockerte sich die Stimmung ein wenig, vor allem als unsere Partner uns ein wenig Polnisch beibringen sollten, was sehr amüsant war.
Am Nachmittag haben uns unsere Partner in kleinen Gruppen einige Sehenswürdigkeiten Warschaus gezeigt. Dabei haben wir viel gelacht und hatten eine menge Spaß. Den größten Spaß aber hatten wir daran lustige Fotos zu machen, worüber sich unsere Partner auch sehr amüsieren konnten.
Abends konnten wir dann die außergewöhnliche Gastfreundlichkeit der Polen beim Abendessen in den Familien kennen lernen. Uns wurde reichlich Essen angeboten, was man allerdings niemals ganz aufessen konnte, aber gut schmeckte. Ich selber und meine Freundin kamen auch mit den Eltern ins Gespräch, die auch sehr lernwillig Deutsch von uns lernen wollten. Ebenso konnten wir uns auch schon gut auf Englisch unterhalten. Andere aus meiner Klasse sogar so gut, dass sie in der Jugendherberge nur noch Deutsch mit Englisch gemischt gesprochen haben. An dem Abend mussten die Lehrer auch schon bis nach 12 Uhr Nachtwache schieben, weil wir uns so viel zu erzählen hatten von dem Tag und uns die neuesten Bilder und Videos zeigen wollten, dass wir uns immer heimlich wieder zu den anderen aufs Zimmer geschlichen haben. Das ging natürlich nicht nur diesen Abend so. Sondern fast jeden Abend.
Am Mittwoch, den dritten Tag, haben wir dann das Polnische Fernsehen besichtigt. Uns wurde das Studio von einer dort sehr bekannten Fernsehmoderatorin gezeigt. Wir konnten eine Live Übertragung einer Nachrichtensendung ansehen und sogar selber einmal gucken, wie wir im Fernsehen aussehen. Es war sehr interessant und ich war begeistert davon, weil ich persönlich so was noch nie gesehen habe. Dann haben wir in der anderen Schule alle zusammen Mittag gegessen, was jedoch nicht allen geschmeckt hat. Danach hatten wir die Möglichkeit uns professionell schminken zu lassen oder zu üben, wie man Haare hochsteckt. Dies war meiner Meinung nach auch der Höhepunkt des Tages neben dem Fernsehstudio, denn die Disko die uns dann noch angeboten wurde, war nicht ganz nach unserem Geschmack war, sodass wir dann in die Stadt gefahren sind.
Der nächste Tag war allerdings der schönste und beste Tag der Woche. Wir sind mit dem Bus zu einem Abendteuer Park gefahren, was auf dem ersten Blick wie ein altes Militärgelände aussah. Wir konnten mit einem Jeep oder so was ähnliches durch ein Gelände fahren, mit einem Bogen oder Luftgewehr schießen, über eine wackelige Hängebrücke laufen, auf einer Kletterwand klettern, Quad fahren oder auf 2 Seilen über einen Teich gehen. Wir haben viele Sachen ausprobiert und waren sehr fasziniert. Es haben auch viele den Weg über den Teich geschafft, außer unser Englisch Lehrer Herr Krog, der ist nass geworden. Aber er hat es mit Humor genommen und alle konnten darüber lachen. Danach gab es dann Würstchen die wir über einem Lagerfeuer grillen konnten.
Am Abend sind wir dann wieder in kleinen Gruppen losgezogen. Wir waren in einem Pub, haben ein bisschen was getrunken, haben uns gut unterhalten und hatten viel Spaß. Jedoch wäre es noch schöner gewesen wenn man da hätte tanzen können.
Am letzten Tag waren wir vormittags dann wieder in der Schule. Dort sollten wir eine Präsentation über eine Sehenswürdigkeit in Warschau auf Englisch vorbereiten. Während wir mitten in den Vorbereitungen waren hat unser Englisch Lehrer uns gesagt, dass das Deutsche ARD Fernsehen kommen würde um über den Austausch mit Polen zu berichten. Daraufhin waren wir natürlich noch aufgeregter als wir schon waren und haben die Präsentationen mit Mühe vor laufender Kamera vorgetragen. Alle waren auch sichtlich erleichtert als sie fertig waren und haben dafür Preise bekommen. Zum Schluss wurden wir von allen Lehrern auch sehr nett verabschiedet.
Nachmittags sind wir dann mit unseren Partnern einkaufen gegangen, worauf wir uns alle die ganze Woche gefreut haben. Unsere Partner jedoch kannten da alles schon und sind in der Zeit woanders hin gegangen.
Abends haben wir dann noch mal bei den Familien gegessen und haben sogar Geschenke von unseren Partnern bekommen, worüber ich mich auch sehr gefreut habe. Schon da fiel vielen der Abschied schwer, doch wir haben uns alle auch sehr auf die Fahrt nach Hause am nächsten Tag gefreut und ich und viele andere haben den Abend schon mal mit packen genutzt.
Am Abreisetag mussten wir schon ganz früh aufstehen um unseren Zug auch zu bekommen. Am Bahnhof haben wir Proviant von unseren Partnern bekommen und haben gesagt, dass wir uns allen E-Mails schreiben bis sie uns nächsten Sommer in Deutschland besuchen.
Dann haben wir fast die ganze Zugfahrt geschlafen und waren auf einmal zu Hause.

Ich würde so einen Austausch weiter empfehlen. Man nimmt viele Erfahrungen mit und wir haben vor allem durch das Reden auf Englisch viele neue Englisch Kenntnisse gesammelt. Außerdem hatten wir eine Menge Spaß und haben sehr viel zusammen gelacht. Wäre das Programm jedoch ein bisschen spannender gewesen wäre es noch schöner gewesen. Das versuchen wir dann nächstes Jahr bei ihrem Besuch besser zu machen, denn jetzt kennt man sich schon. Bis dahin freuen sich alle auf den nächsten Sommer.

Johanna Hegedis, HHU 2